NextCloud auf einem nackten Ubuntu mit SSL installieren

Noch nie hatte ich eine so super gute Installations-Erfahrung mit Linux wie bei NextCloud:

  1. Nacktes EC2-Image mit Ubuntu 18.04 bei AWS klicken.
  2. ElasticIP holen und der Maschine zuweisen.
  3. Per SSH an der Maschine anmelden.
  4. sudo snap install nextcloud eingeben. Warten.

Installation fertig!

Optional, jetzt den Datenordner auf einen externen Ordner (z. B. zusätzliche Festplatte) zeigen lassen:

  1. sudo snap connect nextcloud:removable-media eingeben.
  2. Der Anleitung folgen (wichtig, es muss unterhalb von /media/ gemountet sein).

Dann einen Domain-Namen besorgen und per DNS-A-Record auf die Maschine zeigen lassen.

Jetzt noch SSL installieren:

  1. sudo ufw allow 80,443/tcp eingeben.
  2. sudo nextcloud.enable-https lets-encrypt eingeben.
  3. per Y zustimmen.
  4. E-Mail und Domain-Namen eingeben.

Installation fertig!

Anschließend einfach die Domain/URL im Browser aufrufen, und dem Assistent folgen.

(Bei meiner Installation hatte ich das SSL erst einen Tag später, als ich schon alles konfiguriert hatte, installiert, auch das ging problemlos).

Für SMTP habe ich mir ein kostenloses Konto bei Mailgun besorgt.

Um ein Update/Upgrade durchzuführen könnt Ihr folgenden Befehl auf der SSH-Shell auf dem Server nutzen:

sudo snap refresh nextcloud

Optional könnt Ihr noch einen Kanal über --channel=<Kanalname> angeben.

Um den Daten-Ordner auf dem Server auf eine andere Partition umzuziehen, gibt es hier eine Übersicht:

Und konkret mit snap geht es so wie hier beschrieben:

Bei mir war es eine zweite Festplatte, die ich bei AWS geklickt habe und dann wie in dieser Anleitung beschrieben gemountet habe.

Achtung, es muss nach sudo snap install nextcloud anschließend das hier eingegeben werden, so wie im README beschrieben:

sudo snap connect nextcloud:removable-media

Ansonsten schlägt der spätere Aufruf im Browser fehl.

Die „config.php“-Datei liegt bei mir im Ordner

/var/snap/nextcloud/current/nextcloud/config/config.php

(Quelle)

Wenn AWS-EBS-Volumes für die Datenspeicherung zu teuer sind, geht auch, einen S3-Bucket als primären Datenspeicher zu konfigurieren.

Infos zur AWS-EC2-Instanzgröße:

Ich hatte zunächst einige Zeit lang die NextCloud-Installation mit „t2.small“ betrieben.

Leider gab es immer wieder mal Zeitüberschreitungen und insgesamt eine recht langsame GUI im Web-Backend.

Deshalb habe ich jetzt eins höher nach „t2.medium“ umgeschaltet.

Die ersten Tests lassen die Maschine und GUI jetzt deutlich flüssiger erscheinen. Mal schauen, ob das so bleibt.